Herrlich! Meister Bayern München eröffnet die 55. Bundesliga-Saison gegen Bayer Leverkusen

Endlich! 90 lange Tage mussten die Fans warten. Jetzt geht es wieder los. Der Ball rollt. Vorhang auf zur Fußball-Bundesliga. Meister Bayern München eröffnet am Freitag die 55. Spielzeit gegen Bayer Leverkusen. 888 Sport bietet Dir dabei den Quotenhammer ! Auf Bayern gibts eine 4.0er Quote und für bei Sieg Leverkusen gibt glatte 101€ für 1€ Einsatz … da sag ich nur:

Hammer-Duell gleich zu Start! Abo-Champion gegen Ex-Herausforderer, Star-Trainer gegen Bundesliga-Novize: Rekordmeister Bayern empfängt zum Start seiner “Mission Titelverteidigung” die Werkself. Der haushohe Favorit von Coach Carlo Ancelotti gegen Heiko Herrlich. Neuling in Sachen Chef-Übungsleiter im deutschen Oberhaus. Sozusagen das Aspirin der Bayer-Verantwortlichen nach katastrophaler Vorsaison. Platz 12. Herrlich ist anders. Heiko soll nun für einen Neuanfang sorgen.

Eine Herkulesaufgabe für den ehemaligen Nationalspieler. Der als neuer Hoffnungsträger eher eine Notlösung denn eine wirkliche Nummer 1 ist. Was daran lag, dass Wunschkandidaten wie Lucien Favre oder Peter Bosz vorher absagt hatten. Herrlich geriet in den Fokus des Bayer-Kreuzes, als er den eher mittellosen Aufsteiger Jahn Regensburg in nur zwölf Monaten von der vierten in die Zweite Liga führte. Vor allem aber die Dominanz, mit der er mit Regensburg in der Relegation dem mit jordanischen Öl-Millionen aufgepumpten 1860 München den Hahn abdrehte. Beeindruckte Bayer-Sportboss Rudi Völler mächtig. Der holte Herrlich an den Rhein und ging damit volles Risiko. Auch die Buchmacher sehen den 45-Jährigen als Top-Kandidaten für die erste Trainer-Entlassung.

Denn Erfahrung auf höchstem Niveau hat Herrlich als Chef-Übungsleiter herrlich wenig. Zudem sind Stars wie Hakan Calhanoglu, Ömer Toprak und Javier Hernandez weg. Im Transferwahnsinn des Sommers hielt sich Bayer trotzdem zurück. Top-Neuzugang ist Nationalspieler Sven Bender, der aus Dortmund kommt und wieder an der Seite seines Zwillingsbruders Lars spielt. Die Führungsetage der Werkskicker gibt vor dem Duell ihres Trainer-Davids gegen Goliath Ancelotti demonstrativ selbstbewusst. Bayer-Geschäftsführer Michael Schade tönt. “Das wird eine tolle Party. Wir fahren sicher nicht nur dahin, um Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten zu sein.“

Herrlich mutig? Oder herrlich realitätsfremd? Zählbares von der Isar mitzunehmen ist nämlich nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Zuletzt hatten die Bayern 2008 eine Liga-Auftaktpartie (2:2 gegen den HSV) nicht gewinnen können, in den vergangenen vier Jahren siegten sie. Immer. Und das mit insgesamt 16:2 Toren.

Nach der Ergebniskrise mit fünf Pleiten in sechs internationalen Testspielen schoss sich Ancelottis stotterndes Starensemble im Supercup gegen Dortmund (5:4 i.E.) und im DFB-Pokal in Chemnitz (5:0) rechtzeitig warm. Ancelotti ist zufrieden. „Alles ist im Plan, unser Rhythmus in diesem Moment ist gut.“ Gut so. Der 57-jährige Italiener weiß, dass er in der neuen Spielzeit liefern MUSS. Bisher kann er „nur“ die Meisterschaft vorweisen. Zu wenig. Viel zu wenig für die Ansprüche an der Isar. Bayern-Boss Uli Hoeneß gibt dem Maestro unmissverständlich den Takt vor: „Auf die Dauer ist ein Titel schon ein bisschen wenig für uns.” Ganz und gar keine leisen Töne. Eine Niederlage könnte an der Säbener Straße schon bald für einen gewaltigen Paukenschlag sorgen. Hoeneß kann laut. Ganz laut. „Es muss jetzt gelingen“, fordert er in der neuen Spielzeit eine deutliche Steigerung von seinem Chef-Dirigenten. Sonst heißt es in München statt An-celotti ganz schnell wieder Ab-celotti …

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